Im Rahmen der angestrebten Konzentration der Standorte der Berner Fachhochschule BFH soll in Biel südlich des Bahnhofs auf dem sogenannten Feldschlössli-Areal der Campus Biel/Bienne entstehen. An diesem Standort werden die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau konzentriert.

Mit dem neuen Campus in Biel wird der Kanton Bern als Bildungsstandort gestärkt und die Berner Fachhochschule in der Fachhochschullandschaft Schweiz wettbewerbsfähig positioniert. Zudem führt eine räumliche Konzentration bei den Raumkosten zu einer Effizienzsteigerung und damit zu tieferen Unterhalts- und Betriebskosten.

Die Architekturgenossenschaft pool aus Zürich hat den Projektwettbewerb für den Neubau des Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule (BFH) gewonnen. Ein unter der Leitung des Amts für Grundstück und Gebäude (AGG) stehendes Preisgericht hat dies einstimmig entschieden. Das Projekt überzeugt in der städtebaulichen Integration, in seiner betrieblichen Eignung und dem präzisen Bezug zu seiner Umgebung.

Für den Bau des neuen Campus hat das Amt für Grundstücke und Gebäude im Dezember 2014 einen Projektwettbewerb ausgeschrieben. 54 Teams aus dem In- und Ausland haben sich am Projektwettbewerb für den Neubau des Campus Biel/Bienne beteiligt. Im Preisgericht unter dem Vorsitz von Angelo Cioppi, Leiter Bauprojektmanagement beim AGG, waren neben Fachpreisrichtern, also Architektinnen und Architekten sowie Ingenieuren, auch Sachpreisrichter und Sachpreisrichterinnen von der Erziehungsdirektion, der Berner Fachhochschule und der Rolex beteiligt. Am Verfahren ebenfalls mitgewirkt haben Vertreter der Städte Biel und Nidau sowie der InnoCampus AG. Das Preisgericht hat die anonym eingereichten Arbeiten eingehend beurteilt und einstimmig das Projekt «Trèfle», zu Deutsch «der Klee», der pool Architekten aus Zürich zum Sieger erklärt.

«Trèfle» zeichnet sich durch eine helle, transparente Lernlandschaft aus, die den Austausch ermöglicht und mit geschickt platzierten Kommunikationspunkten fördert. «Das Siegerprojekt ist das Gegenteil des grauen, verwinkelten Schulhausstils, den wir von früher kennen. Es bildet den Rahmen für Kreativität, Eigeninitiative und Teamfähigkeit», würdigte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer an der Projektpräsentation in Nidau/Biel die gestalterische Konzeption. Das Projekt «Trèfle» integriert sich zudem hervorragend in seine Umgebung.

Das Architektenteam wird nun sein Projekt mit den Empfehlungen der Jury weiter entwickeln. Das AGG wird die Projektierung bis Frühling 2017 abschliessen. Voraussichtlich ebenfalls im Jahr 2017 wird dem Grossen Rat der Ausführungskredit vorgelegt. Der Baustart ist aus heutiger Sicht für 2018 und die Inbetriebnahme für den Herbst 2021 geplant.