Projekt

Im Rahmen der angestrebten Konzentration der Standorte der Berner Fachhochschule BFH wird in Biel südlich des Bahnhofs auf dem sogenannten Feldschlössli-Areal ein neuer Campus entstehen. An diesem Standort werden die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau konzentriert. Der Regierungsrat hat sich für Biel entschieden, weil dort der Campus verkehrsmässig optimal erschlossen ist. Weitere Pluspunkte waren zudem die zentrale Lage unmittelbar beim Bahnhof sowie die Zweisprachigkeit der Stadt.

Im Juni 2014 bewilligte der Grosse Rat einen Kredit von 24,5 Mio. Franken für den Projektwettbewerb und die Projektierung. Die Architekturgenossenschaft pool aus Zürich hat den Wettbewerb 2015 mit dem Projekt «Trèfle», zu Deutsch «der Klee», gewonnen.

2017 bewilligte der Grosse Rat den Ausführungskredit von 233.5 Mio. Franken. Anfangs 2018 haben die Aushubarbeiten begonnen, koordiniert mit archäologischen Grabungen auf dem Areal.

Doch das Projekt verzögerte sich: Erstens aufgrund verschiedener hängiger Rechtsverfahren und zweitens durch den vorläufigen Abbruch der Suche nach einem Totalunternehmen. Deren Angebote überstiegen den vom Grossen Rat bewilligten Kredit. Um die ohnehin anfallende Wartezeit bis zum Abschluss der Rechtsverfahren zu nutzen, hat der Kanton das Projekt gründlich nach Optimierungsmöglichkeiten durchleuchtet. Diese Arbeiten dauerten von März 2020 bis August 2021. Insgesamt wurde ein Einsparpotenzial zwischen 30 und 45 Millionen Franken identifiziert.

Wegen eines Bundesgerichtsentscheids vom 7. September 2021 muss anstelle der Stadt Biel der Kanton einen Eigentümer enteignen, dessen Liegenschaft für den Bau des Campus weichen muss. Der Kanton hat diese Gelegenheit gepackt und sich mit dem Eigentümer aussergerichtlich geeinigt. Demnach kann nun mit dem Bau nach derzeitiger Planung 2023 begonnen werden. Die Inbetriebnahme 2027 ist wahrscheinlich.

Mit dem neuen Campus in Biel wird der Kanton Bern als Bildungsstandort gestärkt und die Berner Fachhochschule in der Fachhochschullandschaft Schweiz wettbewerbsfähig positioniert. Zudem führt eine räumliche Konzentration bei den Raumkosten zu einer Effizienzsteigerung und damit zu tieferen Unterhalts- und Betriebskosten.